Britney Spears hat einen Teil der Rechte an ihrem Musikkatalog an das Musikunternehmen Primary Wave veräußert. Das bestätigten Quellen gegenüber The Hollywood Reporter. Mit dem Deal gibt Spears einen Anteil an einem der prägendsten Popkataloge der letzten Jahrzehnte ab – darunter Welthits wie …Baby One More Time, Oops! … I Did It Again!, Gimme More, Circus und Not a Girl, Not Yet a Woman.
Über den Kaufpreis wurde offiziell nichts bekannt. Berichten zufolge soll sich die Summe jedoch in einer Größenordnung bewegen, die mit dem rund 200 Millionen Dollar schweren Katalogverkauf von Justin Bieber im Jahr 2023 vergleichbar ist. Ebenfalls offen bleibt, welche konkreten Rechte Primary Wave übernommen hat. Klar ist allerdings: Die Masteraufnahmen von Spears’ Repertoire liegen weiterhin bei Sony Music.
Da Spears an vielen ihrer größten Erfolge nicht als Songwriterin beteiligt war, liegt der wirtschaftliche Kern ihres Katalogs vor allem in den Aufnahmen selbst und weniger in den Verlagsrechten. Während Verlagsrechte an Komposition und Text gebunden sind, entstehen Einnahmen aus Masterrechten durch die Nutzung der konkreten Aufnahmen – etwa im Streaming, in Filmen oder in der Werbung.
Der Verkauf reiht sich in eine bewegte Phase im Leben der Künstlerin ein. Nach dem Ende ihrer 13-jährigen Vormundschaft im Jahr 2021 folgten private wie berufliche Neuanfänge. 2023 veröffentlichte Spears ihre viel diskutierte Autobiografie The Woman in Me. Die Filmrechte daran wurden 2024 von Universal erworben; die geplante Verfilmung soll von Jon M. Chu inszeniert und von Marc Platt produziert werden.
Primary Wave zählt zu den aktivsten Akteuren im Geschäft mit Musikkatalogen. Das Unternehmen hält Beteiligungen an Repertoires von Künstlern wie Stevie Nicks sowie an Nachlässen von Prince, Whitney Houston und The Notorious B.I.G.. Bekannt ist Primary Wave zudem dafür, erworbene Kataloge aktiv weiterzuentwickeln – etwa durch sogenannte „Flip Camps“, bei denen Songwriter ältere Songs neu interpretieren und sampeln. Auch als Produzent war das Unternehmen beteiligt, unter anderem am Biopic Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody.
Für Britney Spears markiert der Deal einen weiteren strategischen Schritt im Umgang mit ihrem Vermächtnis – und zeigt zugleich, wie begehrt ikonische Popkataloge weiterhin sind.
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