Offenbar hat sich Kevin Feige inzwischen daran gewöhnt, dass Adam Driver ihm eine Absage erteilt.
In einem kürzlich geführten Interview mit dem Podcast-Moderator Josh Horowitz von „Happy Sad Confused“ verriet der Präsident der Marvel Studios, dass Driver so oft abgelehnt habe, dem Marvel Cinematic Universe beizutreten, dass daraus eine regelrechte „Tradition“ geworden sei.
„Es ist kein Geheimnis, dass wir gerne mit Driver arbeiten würden“, sagte Feige. „Aber es ist eine Tradition, mit ihm über Zoom zu sprechen – und danach sagt er ab. Das ist eine langjährige Tradition. Er könnte dabei nicht höflicher sein. Normalerweise sagt er sehr offen, wie er sich fühlt.“
Der Marvel-Chef verriet nicht, welche Rollen er Driver konkret angeboten hat. In den sozialen Medien kursieren jedoch Gerüchte, dass der Schauspieler möglicherweise für den geplanten Kino-Neustart von X-Men im Gespräch gewesen sein könnte. Marvel hat bislang keine Besetzung für den Film bestätigt. The Hollywood Reporter berichtete jedoch im vergangenen Jahr, dass Jake Schreier Gespräche über die Regie geführt habe.
Warum Driver wiederholt Angebote aus dem MCU ablehnt, hat der Schauspieler selbst nie erklärt. Wahrscheinlich liegt es jedoch nicht daran, dass es sich um große Blockbuster handelt – davon hat er bereits einige gedreht. Besonders bekannt ist er für seine Rolle als Kylo Ren in der „Star Wars“-Sequel-Trilogie mit Star Wars: Episode VII – The Force Awakens, Star Wars: Episode VIII – The Last Jedi und Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker.
Neben weiteren hochkarätigen Produktionen wie House of Gucci, Ferrari und Megalopolis achtet Driver auf eine ausgewogene Filmografie. Er übernimmt regelmäßig auch Rollen in Independent-Filmen, darunter Inside Llewyn Davis, Paterson, Marriage Story und den kommenden Film Paper Tiger.
Auch wenn Driver derzeit keine Pläne hat, dem MCU beizutreten – egal, wie hartnäckig Feige es versucht –, interessiert er sich weiterhin für eine Rückkehr in ein anderes großes Franchise: „Star Wars“. Gemeinsam mit Regisseur Steven Soderbergh hatte er an einem eigenständigen Film über Kylo Ren gearbeitet. Disney strich das Projekt jedoch, obwohl es von Lucasfilm unterstützt worden war.

