Wenn Sebastian Fruner und Konstantin Mayer über ihre Arbeit sprechen, spürt man sofort: In der Traumfabrik Babelsberg wird nicht nur produziert, hier wird geträumt, gestritten, gelacht, experimentiert und manchmal auch unmöglich Gedachtes möglich gemacht. Die beiden Produzenten wirken wie zwei Pole, die sich gegenseitig antreiben: der eine strategisch, erfahren, unerschütterlich; der andere leidenschaftlich, intuitiv, mit unerschöpflichem Ideenmotor. Beide eint ein gemeinsamer Anspruch: deutsche Filme und Serien mit internationaler Relevanz zu schaffen – ohne den Kern ihrer Herkunft zu verlieren.
Die Traumfabrik Babelsberg ist dabei nicht im Schatten des traditionsreichen Studios nebenan entstanden, sondern aus diesem hervorgegangen und daraus gewachsen – heute mit einer eigenen Identität als modernes, unabhängiges Kreativhaus: mutig, wendig, emotional und zugleich tief verwurzelt in ihrer Herkunft. Getragen wird sie von der Vision ihrer Gründer Tom Zickler und Christoph Fisser, dem langjährigen prägenden Kopf von Studio Babelsberg, der das Haus über Jahrzehnte mit internationalen Großproduktionen erfolgreich geführt hat und heute als Inhaber eine zentrale Rolle in der Traumfabrik einnimmt.

Der Name „Traumfabrik“ war damals wie heute Programm und die ersten Projekte setzten den Ton: „Traumfabrik“, der romantische Liebesfilm mit Emilia Schüle und Dennis Mojen, ko-produziert u. a. von Bully Herbig und Matthias Schweighöfer, nicht nur ein Titel, es war eine Selbstbeschreibung.
Aktuell arbeitet die Traumfabrik an mehreren Projekten gleichzeitig – die meisten davon noch nicht offiziell angekündigt, aber schon jetzt heiß umworben.
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(Stay tuned)
Ein weiteres Projekt wirkt dagegen fast zu verrückt, um wahr zu sein: die Zusammenarbeit mit David Zucker, dem legendären Komödienmacher hinter Klassikern wie Die Nackte Kanone. Der Weg dorthin liest sich wie ein Drehbuch – ein Stuntman in Los Angeles, ein überraschender Video-Call, ein zufälliges Wiedersehen nach einem Rückflug von Bali. Es zeigt, wie schnell aus Zufall und Mut große Chancen entstehen können.Daraus entstand eine Einladung zur Berlinale, und statt eines Zoom-Termins kam Zucker kurzerhand persönlich vorbei – auf First-Class-Ticket.
Heute arbeitet er als Executive Producer an einem neuen Filmprojekt der Traumfabrik, das aktuell für einen großen Streamingdienst entwickelt wird.
Sebastian beschreibt diese Momente so:
„Es sind diese verrückten Ideen, bei denen alle denken: Das klappt nie. Und manchmal klappt es am Ende genau deshalb.“
Anfang 2026 reist das Team gemeinsam nach Los Angeles, um das Projekt weiterzuentwickeln.
Eines der Herzensprojekte der Traumfabrik ist ein Sandmännchen-Film, der sich traut, die Kultfigur auf neue, cineastische Weise zu erzählen – mit Drehbuchautorin Viola M. J. Schmidt. Darin geraten Kinder in eine Welt, in der Schlaf plötzlich knapp wird – und sie selbst auf ein Abenteuer geschickt werden, das so viel größer ist als sie selbst. Ein deutscher Stoff, der bewusst nicht wie ein klassisches Kinderprogramm wirken soll, sondern als großer Familienfilm mit internationalem Anspruch.
Daneben entsteht Because of You, eine hoch emotionale Coming-of-Age-Lovestory, bei der Martin Schreier als Showrunner fungiert, der durch das globale Prime-Video-Phänomen Maxton Hall neue Bekanntheit erlangt hat.
Die Drehbuchautorin, Laura Anweiler, Studenten-Oscar-Gewinnerin erzählt darin von einer jungen Frau, die am Abend vor ihrem ersten Arbeitstag eine spontane Entscheidung trifft und am nächsten Morgen feststellen muss, dass eben jener Mann plötzlich ihr Chef ist.
Eine Mischung aus Romanze, Humor und fein gezeichneter Charakterentwicklung, das internationale Potenzial ist klar spürbar.
Ebenfalls in Entwicklung ist ein bayerischer Krimi mit Heiner Lauterbach als strafversetztem Pfarrer, der im ländlichen Bayern Fälle löst. Düsterer, cineastischer und moderner als die bekannten TV-Pendants.

Zwei Produzenten, die einander antreiben und trotzdem nicht gleicher sein könnten
Sebo und Konstantin sprechen offen über ihre Arbeitsweise und sie ist alles andere als stromlinienförmig. Sie streiten, diskutieren, werfen einander Ideen zu, verwerfen sie wieder, rufen sich an, schreien sich vielleicht einmal an und lachen fünf Minuten später über denselben Witz.
Fruner kommt aus der klassischen Produktion: große Sets, große Verantwortung, große Budgets. Er versteht Dramaturgie aus Sicht eines Herstellungsleiters, er weiß, was möglich ist, und wo Improvisation zur Kunstform wird.
Mayer wiederum ist Theater-/Filmwissenschaftler und leidenschaftlicher Nerd. Er erzählt mit leuchtenden Augen, wie er früher die TV Spielfilm wie ein Buch gelesen hat. Als einer seiner Spielfilme „Entführt -14 Tage Überleben“ schließlich „Tipp des Tages“ wurde, war das für ihn ein Full-Circle Moment, der sich „komplett surreal“ anfühlte.
Beide eint ein Credo:
Am Anfang stehen Emotion und Leidenschaft. Der Rest wird lösbar.
Die Mission: deutsche Stoffe mit internationalem Puls
Sie sagen es nicht laut, aber alles, was sie erzählen, führt zu einem Satz:
Deutschland hat großes kreatives Potenzial – und die Traumfabrik Babelsberg möchte ein Ort sein, an dem dieses Potenzial auch sichtbar wird.
Ein Ort für Geschichten aus Deutschland, die den Mut haben, größer zu denken.
Für Figuren, die vielschichtig und kraftvoll erzählt sind.
Für Filme, die visuell und dramaturgisch so überzeugend gestaltet sind, dass sie auch international ihr Publikum finden.
Konstantin fasst es emotional zusammen:
„Wenn Kinder unsere Filme irgendwann anschauen und dasselbe fühlen wie ich damals, als ich ‘Rocky’ gesehen habe – dann haben wir alles richtig gemacht.“

