„Breaking the Binary“: Neue Dramedy-Serie startet mit Dialog, Kulinarik und Haltung

Im Zentrum von „Breaking the Binary“ steht eine ebenso ungewöhnliche wie symbolische Konstellation: Ein Israeli und ein Palästinenser eröffnen gemeinsam ein Restaurant in Berlin.

Berlin. Mit einer atmosphärischen Auftaktveranstaltung feierten die Traumfabrik Babelsberg GmbH und die Between Worlds GmbH am 13. Januar 2026 den offiziellen Start ihres neuen Serienprojekts „Breaking the Binary“. Der Abend verband Serienkunst, gesellschaftlichen Diskurs und gemeinsames Essen – und setzte damit programmatisch den Ton für eine Mini-Serie, die sich mit Identität, Zuschreibungen und den Grauzonen zwischen politischen und persönlichen Realitäten auseinandersetzt.

Traumfabrik Breaking the binary at Kanaan | Foto: Sebastian Gabsch

Im Zentrum von „Breaking the Binary“ steht eine ebenso ungewöhnliche wie symbolische Konstellation: Ein Israeli und ein Palästinenser eröffnen gemeinsam ein Restaurant in Berlin. Die Dramedy-Serie erzählt von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen, wirtschaftlichem Druck und inneren Widersprüchen – und von der Unmöglichkeit, vor der eigenen Geschichte und Identität zu fliehen. Inspiriert ist der Stoff von den realen Restaurantmachern Oz Ben David und Jalil Dabit, den Gründern des Berliner Restaurants KANAAN, das seit Jahren als Ort der Begegnung gilt.

Passend dazu wurde der Abend von einem gemeinsamen Essen begleitet – bewusst gesetzt als Zeichen für Austausch, Nähe und Dialog jenseits verhärteter Fronten.

Traumfabrik Breaking the binary at Kanaan | Foto: Sebastian Gabsch

Erste Einblicke in Ton und Haltung der Serie

Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Richter, Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen. Neben der Präsentation eines Trailers zum Serienkonzept bot der Abend auch inhaltliche Vertiefung: In einem Gespräch mit der Bestseller-Autorin und Journalistin Mirna Funk ging es um ihre Arbeit, ihre Perspektiven zwischen Berlin und Tel Aviv sowie um gesellschaftliche Spannungsfelder, die auch „Breaking the Binary“ prägen. Ergänzt wurde das Programm durch performative Szenen aus geplanten Episoden, die erste Einblicke in Tonfall und Erzählweise der Mini-Serie gaben.

Zu den kreativen Köpfen des Projekts zählen neben Mirna Funk der palästinensisch-israelische Schauspieler Yousef Sweid, bekannt aus internationalen Produktionen wie Game of Thrones, Unorthodox und American Odyssey, sowie der deutsche Drehbuchautor und Regisseur Thomas Mielmann, der seit Jahren erfolgreich für Fernseh- und Streaming-Formate arbeitet.

Traumfabrik Breaking the binary at Kanaan | Foto: Sebastian Gabsch

Serienprojekt mit gesellschaftlichem Anspruch

„Breaking the Binary“ versteht sich nicht nur als Unterhaltungsformat, sondern als Beitrag zu einem differenzierten gesellschaftlichen Gespräch. Die Serie will Ambivalenzen sichtbar machen, Projektionen hinterfragen und Raum für Widersprüche lassen – ohne einfache Antworten zu liefern.

Produziert wird das Projekt von der Traumfabrik Babelsberg GmbH, einer international ausgerichteten deutschen Filmproduktionsfirma, die seit ihrer Gründung 2017 hochwertige fiktionale und dokumentarische Filme sowie Serien entwickelt. Im Fokus stehen Geschichten mit globaler Relevanz, die verbinden, inspirieren und gesellschaftliche Impulse setzen.

Kooperationspartner ist die Between Worlds GmbH, eine NGO, die künstlerische Zusammenarbeit und kulturellen Austausch fördert, mit besonderem Fokus auf israelische Künstler:innen in Deutschland. Seit ihrer Gründung hat die Organisation über 100 Veranstaltungen realisiert und zahlreiche interdisziplinäre Projekte entwickelt.

Mit „Breaking the Binary“ setzen beide Partner ein gemeinsames Zeichen: für Kunst als Begegnungsraum – und für Geschichten, die dort beginnen, wo einfache Kategorien enden.

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