München bekommt einen neuen Ort für Kunst, Kultur und Experimente – und er ist bewusst nur auf Zeit angelegt. Das leerstehende Filmtheater Sendlinger Tor wird von Januar bis April 2026 zur Bühne für ein außergewöhnliches Projekt: Das Neue D INGS. Drei Monate lang verwandelt sich der historische Kinobau in einen offenen Raum für Film, Performance, Musik, Kunst, Talks und immersive Formate – eine kulturelle Zwischennutzung mitten im Herzen der Stadt.

Das Konzept ist so einfach wie radikal: kein festes Thema, kein starres Programm, kein klassisches Kulturhaus. Stattdessen ein Ort, an dem Künstler ihr eigenes „D INGS“ machen können – egal ob Subkultur oder Hochkultur, Newcomer oder bekannte Namen. Gegensätze sind hier nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht.

Ein historischer Ort mit neuer Aufgabe
Das Filmtheater Sendlinger Tor wurde 1913 eröffnet und zählt zu den geschichtsträchtigen Kinobauten der Stadt. Wo einst das bewegte Bild Einzug hielt, entsteht nun eine neue Form von kultureller Projektion: Performances auf der Bühne, Installationen im Treppenhaus, Kunst im Foyer, Projektionen im gesamten Raum und Urban Art an den ehemaligen Kinoplakatflächen. Das Gebäude selbst wird Teil der Inszenierung.

Wer hinter dem Projekt steckt
Kuratiert wird Das Neue D INGS von drei Partnern, die unterschiedliche Welten zusammenbringen:
Die Independent-Filmplattform behind the tree von Frederick Lau und Nicolás Solar Lozier, das Münchner Kulturkollektiv Broke.Today mit Fokus auf interaktive Ausstellungen und Zwischennutzungen sowie Eventprofi Matthias Schlick, der für Location, Gastro und Ablauf verantwortlich ist. Gemeinsam formen sie ein hybrides Modell aus Filmkultur, Kunst und Live-Erlebnis.

Ein Programm ohne Grenzen
Das Programm setzt auf Vielfalt statt Genregrenzen. Geplant sind Arthouse-Cinema-Formate, Comedy, Lesungen, Live-Podcasts, Konzerte, Lichtkunst, Ausstellungen, Tanz, Schauspiel und immersive Performances. Über 50 lokale Künstler sind bereits Teil der Planung, dazu kommen prominente Gäste wie Frederick Lau, Kat Eryn Rubik, CHELO, Niedecken oder Simon Pearce. Viele Acts bleiben bewusst geheim – Überraschung ist Teil des Konzepts.


Startschuss im Januar 2026
Eröffnet wird Das Neue D INGS am 17. und 18. Januar 2026 mit einem kuratierten Opening-Wochenende. Tickets kosten je nach Event zwischen 15 und 25 Euro. Danach folgt ein sich stetig wandelndes Programm mit festen Wochentagen, wechselnden Formaten und regelmäßigen neuen Ankündigungen. Das Projekt versteht sich als lebendiger Organismus – offen für Kooperationen, Anfragen und neue Ideen.

Warum Das Neue D INGS wichtig ist
In einer Stadt, in der kulturelle Freiräume rar geworden sind, setzt Das Neue D INGS ein starkes Zeichen: für temporäre Nutzung, für mutige Konzepte und für Kultur jenseits klassischer Institutionen. Kein Dauerbetrieb, kein Sicherheitsnetz – sondern drei Monate voller Experimente.
Oder anders gesagt: ein Ort, an dem Kunst und Kultur einfach ihr Ding machen dürfen

