Mit ihrer Spring/Summer-2027-Kollektion „PETRICHOR“ präsentierte die österreichische Designerin Rebekka Ruétz auf der Berlin Fashion Week eine Kollektion, die sich mit den Gegensätzen von Spannung und Entspannung, Verdichtung und Leichtigkeit auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist das Naturphänomen Petrichor – jener charakteristische Duft, der entsteht, wenn nach langer Trockenheit die ersten Regentropfen auf den warmen Boden treffen. Dieses Zusammenspiel von Atmosphäre, Veränderung und Erneuerung bildet den gestalterischen Rahmen der aktuellen Kollektion.

Die Entwürfe verbinden eine zeitgenössische Avantgarde mit klaren, architektonischen Linien. Charakteristisch sind H- und X-Silhouetten, skulptural ausgearbeitete Korsagen, überschnittene Schultern sowie kurze Oversize-Jacken, die den Looks eine markante Struktur verleihen. Gleichzeitig schaffen transparente Mesh-Einsätze, feine Spitze und weich fließende Materialien spannende Kontraste und verleihen der Kollektion Leichtigkeit und Bewegung.

Auch bei der Materialauswahl setzt Rebekka Ruétz konsequent auf Nachhaltigkeit und Innovation. Verarbeitet werden unter anderem Deadstock-Stoffe, Baumwollstrick sowie das aus Apfelresten hergestellte Material Apple Skin, das den Entwürfen eine markante Oberflächenstruktur verleiht. Ergänzt werden die Looks durch eigens entwickelte Chenille-Elemente sowie Kristalle und Perlen, die Lichtreflexe aufgreifen und das Motiv von Wasser und Regen gestalterisch interpretieren.

Die Farbpalette orientiert sich an natürlichen Landschafts- und Wetterstimmungen. Nuancen wie Nachtschwarz, Kreideweiß, Rauchweiß, Perlenbeige, Sandstein, Tonocker und dezentes Moosgrün werden durch feine Akzente in Gold und Silber ergänzt. So entsteht eine reduzierte, zugleich ausdrucksstarke Ästhetik, die den Moment nach einem Sommerregen visuell einfängt.

Seit ihrem Debüt auf der Berlin Fashion Week vor über 10 Jahren präsentiert Rebekka Ruétz ihre Kollektionen regelmäßig in Berlin. Mit ihrem unverwechselbaren Designansatz verbindet sie avantgardistische Schnitte, innovative Materialien und nachhaltige Produktionsansätze zu einer eigenständigen Handschrift. Auch mit „PETRICHOR“ zeigt die Designerin, wie sich Natur, Atmosphäre und zeitgenössisches Modedesign zu einer ausdrucksstarken Kollektion verbinden lassen.


