Charli XCX bleibt eine der spannendsten und innovativsten Stimmen des modernen Pop – und ihre neue Single „House“ ist der beste Beweis dafür. Der Track ist die erste Auskopplung aus ihrem kommenden Album, das sie exklusiv für die 2026 erscheinende „Wuthering Heights“-Verfilmung von Regisseurin Emerald Fennell geschrieben hat.
Eine Popkünstlerin, die für einen Film ein komplettes Album komponiert? Das ist ungewöhnlich – und zeigt, wie sehr Fennell Charli vertraut und wie sehr Charli selbst in den filmischen Kosmos eintauchen wollte.
„Ich bekam letztes Weihnachten einen Anruf von Emerald Fennell“, erzählt Charli XCX. „Sie fragte, ob ich mir vorstellen könnte, einen Song für ihre Adaption von Wuthering Heights zu schreiben. Ich las das Drehbuch und war sofort inspiriert. Finn Keane und ich begannen nicht nur an einem, sondern an vielen Songs zu arbeiten, die sich mit der Welt verbinden, die sie erschuf.“
Dass „House“ dabei nicht irgendein Soundtrack-Stück geworden ist, sondern ein Statement, zeigt schon die Zusammenarbeit: Charli produzierte den Song gemeinsam mit John Cale, Gründungsmitglied der legendären Avantgarde-Band The Velvet Underground – ein unerwartetes, aber künstlerisch brillantes Duo, das den Song in düstere, experimentelle, fast tranceartige Sphären hebt.

Das dazugehörige Musikvideo, inszeniert von Regisseur Mitch Ryan, wirkt wie ein filmisches Zitat des kommenden Films: atmosphärisch, verklärt, unheimlich und doch glamourös – ein ästhetischer Brückenschlag zwischen moderner Popkultur und dem Gothic-Nebel, der seit Emily Brontës Originalroman über Wuthering Heights liegt.
Charli XCX, die in den letzten Jahren mit Alben wie Crash und Brat, ihren hyperfuturistischen Elektro-Sounds und ihrer Vision von Pop als radikaler Kunstform global gefeiert wurde, zeigt hier eine ihrer spannendsten Wandlungen: Pop als filmische Emotion, Pop als Dramaturgie, Pop als Atmosphäre.
„House“ klingt nach einer neuen Ära – roh, fiebrig, tanzbar, gleichzeitig elegisch und unruhig. Ein Track, der sich anfühlt wie Sturm auf den Yorkshire Moors, aber im Club geboren wurde.
Wenn das ganze Album diese Energie trägt, wird Charlis Soundtrack zu „Wuthering Heights“ eines der aufregendsten Pop-Filmprojekte der kommenden Jahre.

