Im spektakulären Wettlauf um die Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) hat sich ein überraschender Wendepunkt ergeben: Netflix hat offiziell erklärt, dass es nicht bereit ist, sein Übernahmeangebot für Warner Bros. zu erhöhen – und räumt damit den Weg für den Rivalen Paramount Skydance.
Warner Bros. Discovery hatte zuvor ein verbessertes Angebot von Paramount Skydance angenommen, das nach Einschätzung des Vorstands über dem ursprünglichen Netflix-Deal liegt. Paramount bot zuletzt 31 US-Dollar pro Aktie, was finanziell attraktiver für die Anteilseigner erscheinen dürfte als Netflix’ bestehende Offerte von 27,75 US-Dollar pro Aktie.
Netflix war vier Tage lang im Zugzwang, auf das überarbeitete Angebot zu reagieren. Doch das Unternehmen entschied sich dagegen und erklärte, dass ein höherer Preis für die Übernahme „wirtschaftlich nicht attraktiv“ sei. Damit zieht sich Netflix aus dem Bieterwettkampf zurück und vermeidet eine weitere Eskalation des finanziellen Engagements.
Damit verschiebt sich in der Medienlandschaft die Machtbalance: Paramount Skydance steht nun als wahrscheinlicher Sieger da, nachdem sein Angebot formal als überlegen eingestuft wurde. Das betrifft nicht nur die Studios von Warner, sondern potenziell auch weitere Teile des Konzerns.
Der Ausgang dieses Bieterstreits markiert einen wichtigen Moment im Kampf um Kontrolle über Inhalte, Studios und Streaming-Assets in Hollywood. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie sich der Deal formell weiterentwickelt – aber Paramount hat klar die Nase vorn, während Netflix seine Strategie neu ausrichtet.

