„Club Kid“, Jordan Firstmans gefeierter Film über einen Club-Promoter, der zu lange im Nachtleben bleibt, wird von Verleiher A24 bei den Golden Globes als Drama eingereicht. Das hat The Hollywood Reporter exklusiv erfahren.
Damit tritt der Film in den genrebezogenen Kategorien für Film, Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin gegen Titel wie „The Odyssey“, „La Bola Negra“, „Dune: Part Three“, „Elsinore“, „All of a Sudden“, „Fjord“ und „Possible Love“ an. In der Kategorie Musical/Comedy hätte „Club Kid“ dagegen unter anderem mit „Wild Horse Nine“, „The Invite“, „The Debut“, „Artificial“, „Obsession“, „Project Hail Mary“ und „Tender Loving Care“ konkurriert.
Die Entscheidung von A24 fiel in enger Abstimmung mit Firstman und könnte für einige überraschend sein. Schließlich ist Firstman vor allem für seine Arbeit im Comedy-Bereich bekannt. Zudem wurde „Club Kid“ teilweise als anspruchsvollere Variante von „Big Daddy“ beschrieben, der Adam-Sandler-Komödie von 1999 über einen Mann, der unerwartet die Verantwortung für ein kleines Kind übernimmt.
Im weiteren Verlauf entwickelt sich „Club Kid“ jedoch deutlich stärker in Richtung Drama. Firstman überzeugt insbesondere in einer dramatischen Gerichtsszene gegen Ende des Films. Als wichtige Inspirationen für sein Werk nannte er unter anderem „An Unmarried Woman“ von 1978 und „Kramer vs. Kramer“ aus dem Jahr 1979.
„Club Kid“ feierte seine Weltpremiere beim Filmfestival von Cannes in der Sektion Un Certain Regard. Anschließend erhielt der Film sieben Minuten lang Standing Ovations und löste einen Bieterwettstreit unter mehreren Verleihern aus. A24 sicherte sich schließlich die Rechte für 17 Millionen Dollar – der höchste Verkauf des Festivals.
Seitdem wurde der Film unter anderem beim Telluride Film Festival, dem Toronto International Film Festival und dem New York Film Festival gezeigt und erhielt dort viel Lob. Am Freitag startet „Club Kid“ nun zunächst in ausgewählten Kinos.
The Hollywood Reporter hatte zuletzt bereits über zwei weitere prominente Einreichungen für die Golden Globes berichtet: „Obsession“ und „Artificial“ wurden beide für die Kategorie Musical/Comedy eingereicht.

