Guillermo del Toro bringt „Frankenstein“ neu auf die Leinwand – ein Meisterwerk zwischen Leben, Tod und Menschlichkeit

Del Toro verlegt die Handlung in das Europa des 19. Jahrhunderts, zwischen den eisigen Weiten der Arktis und den Schlachtfeldern des Krimkriegs.

Mit seiner unverwechselbaren Handschrift, zwischen Poesie, Dunkelheit und tiefer Menschlichkeit, präsentiert Guillermo del Toro seine lang erwartete Neuinterpretation von Frankenstein. Der Film startet nach seinem Kinodebüt nun auch ab morgen 07. November auf Netflix.

Del Toro, der bereits mit The Shape of Water und Pan’s Labyrinth Kinogeschichte schrieb, erfüllt sich mit Frankenstein einen Lebenstraum. Seit seiner Kindheit fasziniert von Mary Shelleys klassischem Roman, erzählt er nun die Geschichte des genialen, aber von Hybris getriebenen Wissenschaftlers Victor Frankenstein (gespielt von Oscar Isaac) und seiner tragischen Schöpfung, dem Creature (Jacob Elordi), neu.

 

Frankenstein | v.l.n.r. Mia Goth, Christoph Waltz

Dabei geht es del Toro weniger um Horror als um Menschlichkeit. Er beschreibt das Werk als „melodramatisch, zutiefst emotional – und letztlich als Liebesgeschichte zwischen Schöpfer und Geschöpf“. Gemeinsam mit seinem langjährigen Kameramann Dan Laustsen, Produktionsdesignerin Tamara Deverell und Komponist Alexandre Desplat erschafft der Regisseur ein visuelles Epos von operatischer Wucht: riesige Kulissen, reale Sets, handgefertigte Puppen und aufwendige Kostüme von Kate Hawley machen den Film zu einer Hommage an das klassische Kino – und gleichzeitig zu einem zutiefst modernen Werk.

Del Toro verlegt die Handlung in das Europa des 19. Jahrhunderts, zwischen den eisigen Weiten der Arktis und den Schlachtfeldern des Krimkriegs. Sein Frankenstein ist ein Künstler, ein Getriebener, ein Mensch, der glaubt, Gott herausfordern zu können – und dabei an seiner eigenen Sehnsucht zerbricht. Die Kreatur, zusammengesetzt aus den Körpern gefallener Soldaten, ist in Elordis Darstellung zugleich Kind, Philosoph und Spiegel menschlicher Einsamkeit.

Frankenstein | v.l.n.r. Oscar Isaac, Felix Krammerer

An der Seite der beiden brillieren Mia Goth als rätselhafte Elizabeth, Christoph Waltz als manipulativer Heinrich Harlander und Felix Kammerer (Im Westen nichts Neues) als Victors Bruder William.

„Frankenstein“ ist kein klassischer Monsterfilm, sondern eine existenzielle Studie über Schöpfung, Schuld und Liebe – und die vielleicht persönlichste Arbeit eines Regisseurs, der seit Jahrzehnten das Monströse mit dem Menschlichen versöhnt.

Guillermo del Toro selbst sagt:
„Für mich war Frankenstein immer wie eine Bibel. Ich wollte es nur in einer anderen Tonart singen – mit einer anderen Emotion.“

Ein Werk, das bleibt – poetisch, tragisch, und vielleicht der Film, mit dem del Toro sich selbst vollendet.

 

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