Den Vorsitz der Jury des Concorso Internazionale übernimmt der belgische Regisseur Fabrice Du Welz (Adoration, The Passion According to Béatrice). Ihm zur Seite stehen der italienische Produzent Marco Alessi, Gründer der römischen Produktionsfirma Dugong Films und Mitproduzent von Bertrand Mandicos Roma Elastica, die französische Schauspielerin Lolita Chammah (Copacabana, Barrage) – Tochter von Isabelle Huppert –, die chilenische Schauspielerin Paulina García (Gloria) sowie Olivier Père, ehemaliger künstlerischer Leiter des Locarno Film Festivals und seit 2012 Geschäftsführer von ARTE France Cinéma sowie Leiter der Filmsparte.
Über die Filme im Wettbewerb Concorso Cineasti del Presente, der Nachwuchsregisseurinnen und -regisseuren gewidmet ist, entscheidet eine Jury aus der tunesischen Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Afef Ben Mahmoud, zugleich Leiterin des Gabès Cinéma Fen Festivals, dem tschechischen Produzenten und Regisseur Radovan Síbrt, der unter anderem den Oscar-prämierten Dokumentarfilm Mr. Nobody Against Putin produzierte, sowie der italienischen Filmemacherin Margherita Spampinato (Sweetheart).
Die Beiträge der Kurzfilmsektion Pardi di Domani, die den Filmschaffenden von morgen gewidmet ist, werden von einer Jury beurteilt, bestehend aus der libanesischen Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Mounia Akl (Costa Brava, Lebanon, House of Guinness), dem südafrikanischen Produzenten Steven Markovitz (Rafiki, Omen) und dem italienischen Regisseur Antonio Piazza (Sicilian Letters).
Die Jury für den Swatch First Feature Award, mit dem das beste Spielfilmdebüt des Festivals ausgezeichnet wird, setzt sich aus Matthieu Darras, Direktor von Tatino und ehemaliger Programmgestalter für die Filmfestivals in Cannes, Venedig und San Sebastián sowie das TorinoFilmLab, Sung Moon, Programmleiter des Jeonju International Film Festival und früheres Mitglied des Korean Film Council, sowie der schweizerisch-peruanischen Regisseurin Klaudia Reynicke (Queens) zusammen.
Der Pardo for Change, der Filme auszeichnet, die sich mit drängenden ökologischen, ethischen, sozialen und kulturellen Fragestellungen auseinandersetzen, wird von einer Jury vergeben, der der freie Kriegsreporter, Autor und Theatermacher Gianluca Grossi, der somalisch-österreichische Regisseur Mo Harawe (The Village Next to Paradise) sowie Seta Thakur, Leiterin für Kommunikation und soziale Innovation an der Wyss Academy for Nature, angehören.
„Die Auswahl der Menschen, die die Filme in den Wettbewerbssektionen beurteilen werden, ist eine Aufgabe, die stets Wünsche und Emotionen hervorruft“, erklärte Giona A. Nazzaro, künstlerischer Leiter des Festivals. „Die Vielfalt der Talente trifft auf die Vielfalt der Perspektiven. Entscheidend ist letztlich jedoch die Bereitschaft, sich überraschen zu lassen, zu staunen und das Unerwartete willkommen zu heißen.“
Das 79. Locarno Film Festival findet vom 5. bis 15. August 2026 statt.

