„Babylon Berlin“ feiert großes Finale: Nach zehn Jahren endet die Erfolgsserie

Nach fünf Staffeln endet damit nicht einfach nur eine Serie. Für Liv Lisa Fries, Volker Bruch, Tom Tykwer und all die Beteiligten schließt sich nach zehn Jahren ein Projekt, das deutsche Serienproduktion international sichtbar gemacht hat – und dessen letzte Geschichte ausgerechnet an jenem historischen Moment endet, an dem auch das schillernde Berlin, das „Babylon Berlin“ über Jahre zum Leben erweckt hat, vor seinem tiefgreifendsten Bruch steht.

Die allerletzte Nacht für „Babylon Berlin“: Im Berliner Zoo Palast feierten Liv Lisa Fries, Volker Bruch und zahlreiche Wegbegleiter die Weltpremiere der fünften und finalen Staffel. Nach zehn Jahren, 48 Episoden und 532 Drehtagen endet damit eines der ambitioniertesten deutschen Serienprojekte – mit einem Finale vor dem historischen Hintergrund des Jahres 1933.

Es war nicht nur die Premiere einer neuen Staffel, sondern der Abschied von einer Serie, die das deutsche Fernsehen ein Jahrzehnt lang begleitet hat. Unter dem Motto „A tribute to Babylon Berlin“ feierten ARD und ARD Degeto im Berliner Zoo Palast die Weltpremiere der fünften und letzten Staffel von „Babylon Berlin“. Gemeinsam mit dem Cast und zahlreichen Beteiligten aus allen fünf Staffeln blickten auch die Regisseure und Autoren Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer auf zehn Jahre Seriengeschichte zurück.

Die Dimensionen des Projekts sind außergewöhnlich: Insgesamt entstanden über fünf Staffeln hinweg 48 Episoden an 532 Drehtagen. Mit der finalen Staffel findet die Geschichte um Gereon Rath und Charlotte Ritter nun ihren Abschluss.

Rund 700 Gäste kamen zur Premiere in den Zoo Palast. Neben den Hauptdarstellern Liv Lisa Fries und Volker Bruchwaren unter anderem Hannah Herzsprung, Benno Fürmann, Fritzi Haberlandt, Trystan Pütter, Clemens Schick, Udo Samel, Peter Kurth, Leonie Benesch, Saskia Rosendahl, Anna Fischer, Jonathan Berlin, Susanne Bormann, Jasmin Tabatabai, Johann von Bülow, Andreas Pietschmann, Sunnyi Melles und Ilyes Raoul dabei.

Auch musikalisch wurde die Vergangenheit der Serie noch einmal lebendig. Max Raabe und Band eröffneten die Premierenvorführung mit „Ein Tag wie Gold“. Durch den Abend führte Christian Friedel, der gemeinsam mit seiner Band Woods of Birnam ein Medley aus „Du bist alles“ und „Zu Asche, zu Staub“ performte. Am Ende gab es Standing Ovations.

Inhaltlich steuert „Babylon Berlin“ in seiner letzten Staffel auf einen der einschneidendsten Momente der deutschen Geschichte zu. Die Handlung spielt im Februar 1933, in den Wochen zwischen Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und dem Reichstagsbrand.

Während Berlin zwischen Vergnügen, politischer Radikalisierung und drohendem Untergang taumelt, stehen Gereon Rath und Charlotte Ritter vor Entscheidungen, die nicht nur ihr eigenes Leben betreffen. Die persönlichen Geschichten der beiden werden damit unmittelbar mit dem historischen Wendepunkt verknüpft, der Deutschland grundlegend verändern sollte.

Mit dem Ende von „Babylon Berlin“ schließt sich zugleich ein bemerkenswertes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte. Die Serie gehört laut ARD zu den aufwendigsten deutschen Serienproduktionen und kommt auf mehr als 100 Millionen Abrufe in der ARD Mediathek. Darüber hinaus wurde sie in mehr als 140 Länder verkauft.

Produziert wurde „Babylon Berlin“ von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit ARD Degeto, WDR, SWR, HR, Radio Bremen und Beta Film in Zusammenarbeit mit dem RBB. Zu den Produzenten für X Filme gehören Uwe Schott, Tom Tykwer, Stefan Arndt und Michael Polle. Die finale Staffel wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Film- und Medienstiftung NRW und dem German Motion Picture Fund gefördert.

Wer nicht bis zur TV-Ausstrahlung warten möchte, kann das Finale bereits sehen: Seit dem 10. September stehen alle acht Episoden der fünften Staffel in der ARD Mediathek zur Verfügung.

Im Ersten wird die Staffel auf zwei Abende verteilt. Am 19. September laufen vier Folgen ab 20:15 Uhr, die verbleibenden vier Episoden folgen am 25. September ab 22:20 Uhr. Auch die ersten vier Staffeln sind in der ARD Mediathek abrufbar.

Nach fünf Staffeln endet damit nicht einfach nur eine Serie. Für Liv Lisa Fries, Volker Bruch, Tom Tykwer und all die Beteiligten schließt sich nach zehn Jahren ein Projekt, das deutsche Serienproduktion international sichtbar gemacht hat – und dessen letzte Geschichte ausgerechnet an jenem historischen Moment endet, an dem auch das schillernde Berlin, das „Babylon Berlin“ über Jahre zum Leben erweckt hat, vor seinem tiefgreifendsten Bruch steht.

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