Joachim Trier, gefeierter Regisseur von Der schlimmste Mensch der Welt, präsentiert sein neues Drama SENTIMENTAL VALUE ab 5. April 2026 auf HBO Max. Nach dem großen Erfolg bei den Filmfestspielen von Cannes 2025, wo der Film mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, kann man nun von zu Hause aus in dieses vielschichtige Meisterwerk eintauchen.

Nora und Agnes Borg teilen eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater Gustav, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nach Jahren der Funkstille taucht Gustav plötzlich wieder auf – charmant, mit einem halben Leben an emotionalem Gepäck. Alte Familiendynamiken geraten ins Wanken, und Nora sowie Agnes erkennen, dass sie ihrem Vater ähnlicher sind, als sie dachten.
Der Film erzählt mit Humor, Leichtigkeit und tiefem Einfühlungsvermögen von Verlust, Vergebung und der Frage, ob ein Neuanfang für die Familie möglich ist.

Ein herausragendes Ensemble
Im Zentrum des Films steht Stellan Skarsgård als Gustav Borg, ein Vater, der zwischen Charme, Ego und Verletzlichkeit pendelt. Skarsgård, einer der größten europäischen Charakterdarsteller, bringt Gustav eine seltene Mischung aus Tiefe, Humor und Emotionalität, die den Film prägt. Für diese Leistung wurde er für einen Oscar in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ nominiert.
Doch auch die weiteren Mitglieder des Ensembles wurden mit einer Nominierung ausgezeichnet:
- Renate Reinsve als Nora Borg – Oscar‑Nominee für Beste Hauptdarstellerin
- Elle Fanning als Rachel Kemp – Oscar‑Nominee für Beste Nebendarstellerin
- Inga Ibsdotter Lilleaas als Agnes Borg – ebenfalls Oscar‑Nominee für Beste Nebendarstellerin
Diese Nominierungen zeigen, wie stark das gesamte Ensemble agiert und wie vielschichtig die Charaktere gezeichnet sind.

Sentimental Value war insgesamt in neun Kategorien bei den 98. Academy Awards 2026 nominiert, darunter Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Haupt- und Nebendarsteller:innen und Bester Schnitt.
Der Film konnte den Oscar für den „Best International Feature Film“ gewinnen – der erste norwegische Spielfilm, der diesen Preis erhielt.

Das Familienhaus der Borgs wird fast zu einem eigenen Charakter: Es beobachtet still die Generationen und die komplexen Beziehungen innerhalb der Familie. „Ein Zuhause ist etwas sehr Subjektives“, sagt Regisseur Trier, „und es wird zum Rahmen, um über Zeit, Vergebung und emotionale Vererbung nachzudenken.“
Die Komponistin Hania Rani sorgt für einen einfühlsamen Soundtrack, der die emotionale Tiefe des Films unterstreicht. Kameramann Kasper Tuxen fängt Oslo und das Borg-Haus in all seiner Schönheit ein – von Rückblenden in die 1930er Jahre bis zur Gegenwart.

„Ich interessiere mich für ein Kino der Intimität, das sich dem menschlichen Gesicht nähert und die menschliche Erfahrung ehrlich betrachtet“, sagt Trier. „Durch Nora und Agnes können wir beide Welten auf ihre eigene Weise vermitteln.“
Ein bewegendes Drama über Familie, Liebe und die unsichtbaren Fäden, die uns verbinden.

