Student Academy Awards 2026: Deutscher Filmemacher Matthias Strasser gewinnt Silber

Die nächste Generation internationaler Filmemacher rückt ins Rampenlicht: Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat bei den 53. Student Academy Awards ihre diesjährigen Gewinner ausgezeichnet.

Die Academy hat die Gewinner der 53. Student Academy Awards ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung im Rahmen des Toronto International Film Festival wurden Nachwuchsfilmemacher in vier Kategorien mit Gold, Silber und Bronze geehrt. Auch Deutschland ist unter den Preisträgern: Matthias Strasser von der Filmakademie Baden-Württemberg erhielt für „The Panic Inside“ Silber in der Kategorie Animation.

Die nächste Generation internationaler Filmemacher rückt ins Rampenlicht: Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat bei den 53. Student Academy Awards ihre diesjährigen Gewinner ausgezeichnet. Die Verleihung fand im TIFF Lightbox am Reitman Square im Rahmen des Toronto International Film Festival statt und wurde in Partnerschaft mit Rolex ausgerichtet.

Die Konkurrenz war groß: 2.972 Beiträge von 894 Hochschulen und Universitäten weltweit wurden für den Wettbewerb 2026 eingereicht. Ausgezeichnet wurde in den vier Kategorien Alternative/Experimental, Animation, Documentary und Narrative – jeweils mit Gold, Silber und Bronze.

Aus deutscher Sicht dürfte vor allem die Kategorie Animation für Aufmerksamkeit sorgen. Matthias Strasser von der Filmakademie Baden-Württemberg gewann mit seinem Film The Panic Inside Silber.

Gold ging an Jonathan Lally, Elio Molinaro und Nicolás Acevedo Ferraté von der École Supérieure de Métiers Artistiques (ESMA) in Frankreich für COWS. Den Bronze-Award erhielten Noran Fikri Alezabi, Xinyue Ma und Yulin Yue von der französischen Animationsschule Gobelins für Gauze.

In der Kategorie Alternative/Experimental setzte sich Lei He von der Duke University in den USA mit Drifting durch und gewann Gold.

Silber erhielt die tschechische Filmemacherin Viktorie Štěpánová von der Filmová a Televizní Fakulta Akademie Múzických Umění v Praze (FAMU) für Volklore. Nina Broers von der St. Joost School of Art & Design in den Niederlanden wurde für Where Is My Sex Drive? mit Bronze ausgezeichnet.

Gold in der Kategorie Documentary ging an Lara Dihmis von der New York University für The Last People of Petra.

Der britische Filmemacher Jason Elliott von der National Film and Television School belegte mit I Want to Live den zweiten Platz und erhielt Silber. Bronze ging an Arjun Fischer von der University of Southern California für Artificial Love.

In der Kategorie Narrative holte Stanzin Jigmet mit The Dragon Letter Gold. Jigmet studiert an der Escola Superior de Cinema i Audiovisuals de Catalunya (ESCAC) in Spanien.

Silber ging an Antoine Boulanger von der Concordia University in Kanada für The Pichenotte. Den Bronze-Award erhielt Leon Korzyński von der Warsaw Film School in Polen für Kamathipura Express.

Für gleich sechs Hochschulen bedeuteten die diesjährigen Auszeichnungen eine Premiere bei den Student Academy Awards: Concordia University, Duke University, École Supérieure de Métiers Artistiques (ESMA), Escola Superior de Cinema i Audiovisuals de Catalunya (ESCAC), St. Joost School of Art and Design und Warsaw Film School konnten erstmals einen Studenten unter den Preisträgern platzieren.

Auch prominente Mitglieder der Academy waren Teil der Preisverleihung. Gemma Chan, Gael García Bernal und die Oscar-nominierte Dokumentarfilmerin Liz Garbus präsentierten an diesem Abend die Kategorien.

Academy-CEO Bill Kramer, Jason Reitman, Governor der Directors Branch und Trustee des Academy Museum, sowie Kim Taylor-Coleman, Präsidentin des Academy Foundation Board und Governor der Casting Directors Branch, richteten ebenfalls Worte an die Gewinner und Gäste.

Über die Student Academy Awards stimmen Mitglieder aus allen 19 Branches der Academy ab. Die Wahl erfolgt in einem geheimen Online-Voting; die Ergebnisse werden von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ausgezählt.

Für die zwölf ausgezeichneten Filme könnte der Student Academy Award erst der Anfang sein. Alle Gewinnerfilme des Jahrgangs 2026 sind berechtigt, sich für die 99. Academy Awards zu qualifizieren – je nach Produktion in den Kategorien Animated Short Film, Live Action Short Film oder Documentary Short Film.

Darüber hinaus werden die Gewinner nach der Verleihung mit Academy-Mitgliedern zusammengebracht und erhalten über das Academy Gold Mentorship Program und Alumni Network Zugang zu Weiterbildungsangeboten, Networking und Kontakten innerhalb der Filmindustrie.

Dass der Studenten-Oscar tatsächlich ein Sprungbrett für große Hollywood-Karrieren sein kann, zeigt die Liste früherer Gewinner. Spike Lee, Pete Docter und Robert Zemeckis gehören ebenso zu den Alumni wie Patricia Cardoso und Patricia Riggen. Ehemalige Student-Academy-Award-Gewinner kamen später insgesamt auf 70 Oscar-Nominierungen und 15 gewonnene beziehungsweise geteilte Oscars.

Die Student Academy Awards wurden 1972 ins Leben gerufen, um Nachwuchsfilmemachern aus aller Welt eine Plattform zu bieten und ihnen neue Möglichkeiten innerhalb der Filmindustrie zu eröffnen. Mehr als fünf Jahrzehnte später bleibt der Wettbewerb damit nicht nur eine Auszeichnung für studentisches Filmschaffen, sondern auch ein früher Blick auf einige der Namen, die die internationale Filmbranche in Zukunft prägen könnten.

Fotocredit: Stanzin Jigmet, Elio Molinaro, Nicolás Acevedo Ferraté, Jonathan Lally, Lei He, Arjun Fischer, Lara Dihmis, Jason Elliott, Nina Broers, Leon Korzyński, Yulin Yue, Noran Fikri Alezabi, Matthias Strasser, Viktorie Štěpánová and Antoine Boulanger

Copyright: ©A.M.P.A.S.

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