Berlinale Camera: Max Richter als Preisträger 2026

Max Richter ist ein renommierter Komponist zeitgenössischer Filmmusik, der klassische und elektronische Elemente vereint und Geschichten durch seine Musik zum Leben erweckt.

Max Richter erhält die Berlinale Camera 2026

Bei der 76. Berlinale (12.–22. Februar 2026) wird der britisch‑deutsche Komponist Max Richter mit der Berlinale Camera ausgezeichnet.

Warum Max Richter?

Richter gilt als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Komponisten. Er schrieb die Musik zu Filmen wie Waltz with Bashir (2008), Mary Queen of Scots (2018) und Ad Astra (2019) sowie zur HBO-Serie The Leftovers (2014–2017). Auch für Hamnet (2025) komponierte er den Score.

Seine Kompositionen verbinden klassische Techniken mit elektronischen Elementen und machen – so Festivaldirektorin Tricia Tuttle – die erzählerische Tiefe einer Geschichte hörbar. Neben seiner Filmarbeit schuf Richter auch ambitionierte Solo-Projekte wie The Blue Notebooks (2004) und SLEEP (2015) und prägte damit die moderne klassische Musik maßgeblich mit.

Die Verleihung findet am 18. Februar 2026 im Haus der Berliner Festspiele statt, und die Oscar‑gewinnende Regisseurin Chloé Zhao – mit der er zuletzt bei Hamnet zusammenarbeitete – wird die Laudatio halten. Nach der Preisverleihung ist zudem ein moderiertes Gespräch mit Richter geplant.

Was ist die Berlinale Camera?

Die Berlinale Camera ist ein Ehrenpreis der Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale), der seit 1986 vergeben wird. Mit ihm würdigt das Festival Persönlichkeiten oder Institutionen, die einen besonderen Beitrag zum Filmschaffen geleistet haben und zu denen die Berlinale eine enge Verbundenheit spürt. Die Auszeichnung ist wichtig, weil sie langjährige Verdienste und kreativen Einfluss im Kino anerkennt, an Personen verliehen wird, zu denen das Festival eine besondere Beziehung hat, und Künstler ehrt, die Film als Kunstform weiterentwickeln, unabhängig von kommerziellem Erfolg.

Der Preis ist Ausdruck der Wertschätzung: Er wird Menschen oder Einrichtungen überreicht, die sich um das Medium Film verdient gemacht haben oder das Festival selbst über Jahre unterstützt und begleitet haben. Zu den früheren Preisträgern der Berlinale Camera zählen international bedeutende Persönlichkeiten wie Isabella Rossellini, Michael Ballhaus, Claude Chabrol, Jodie Foster und Clint Eastwood. Mit der Berlinale Camera ehrt das Festival Persönlichkeiten und Institutionen, die sich in besonderer Weise um das Filmschaffen verdient gemacht haben oder dem Festival in besonderer Weise verbunden sind.

Mit Max Richter unterstreicht die Berlinale 2026, wie Musik und Klanglandschaften heute zu integralen Bestandteilen filmischer Erzählungen geworden sind – nicht bloß als Begleitung, sondern als wesentlicher Teil der narrativen Struktur.

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