Melania – ein Film den fast niemand braucht. Außer Melania

Kann man den Film ertragen? Hier käme ein gequältes „Ja“. Definitiv nicht für seine gesamte Spielzeit. Der unter zwei Stunden dauernde Film ist mindestens drei Stunden zu lang.

Okay. Was soll man von einem Dokumentarfilm halten, der in einer Rekordzahl von Kinos läuft, aber der der Presse nicht vorher gezeigt wird?

Der hauptsächlich von einer Person handelt, die den schlanken Finger wohl auf allem hatte?

Ja, Skepsis wäre erlaubt.

Kann man den Film ertragen?

Hier käme ein gequältes „Ja“. Definitiv nicht für seine gesamte Spielzeit. Der unter zwei Stunden dauernde Film ist mindestens drei Stunden zu lang.

Aber gehen wir mal auf die positiven Aspekte ein.

Melania ist schön und hat Stil. Ihr wurde in einem Buch nachgesagt, ihr Aussehen horizontal verkauft zu haben. Und dass ihre Brüste von einem zum anderen Tag wundersam wuchsen. Beides ist okay.

Aber ist sie jetzt eine Staatsfrau?

Die Frage kann man durchaus stellen. Und der Film versucht diese äußerst positiv zu beantworten. Verbiegt sich sogar, um das zu versuchen. Es wird viel Zeit damit verbracht, wie sie ihre Kleider nachschneidern lässt. Und noch mehr mit den Gläsern bei Staats-Dinners.

Substanz? Wohl kaum.

Was hat sie denn getan?

Na ja, sie hat keinen Schaden angerichtet. Sie war die Frau eines Mannes, den ich inzwischen positiv einschätze. Schmückendes Beiwerk. Und, gerade darauf scheint der Film herauszulaufen, die Mutter eines möglichen Präsidenten.

Sollte man sich den Film ansehen?

Das wurde heute weltweit mit „Nein“ beantwortet. In dem zentrasten Kino Berlins waren zwar 19 Plätze von 20 besetzt. Aber mindestens drei von Journalisten. Das Publikum machte mit, für 35 Minuten. Und dann kam das Gähnen. Und das heisere Lachen.

Und jetzt kommt der größte Coup…

Dieser Film wurde von einem der teuersten Regisseure mit einem der besten Kameramänner (sieht man allerdings nicht) gemacht. Und von einem der größten Streamer (Amazon) in die Kinos gebracht.

Und keiner will ihn sehen.

Gut so!

Das ist kein Film, es ist ein Werbespot. Und auf die €16,99, die ich für das Ticket zahlen musste, erhebe ich noch Schmerzensgeld.

 

Fotocredit: action press

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