Netflix hat sich die weltweiten Vertriebsrechte an Joel Coens neuem Film „Jack of Spades“ gesichert. Der Regisseur arbeitet damit bereits an seinem nächsten möglichen Oscar-Anwärter für die kommende Awards-Saison.
Netflix geht mit einem umfangreichen Aufgebot in die diesjährige Oscar-Saison. Zu den Filmen, die der Streamingdienst ins Rennen schickt, gehören unter anderem „La Bola Negra“, „14th“, „Possible Love“, „Ray Gunn“, „Ink“, „Gentle Monster“, „The Mosquito Bowl“, „Avedon“ und „In Waves“. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen bereits seine Strategie für die darauffolgende Oscar-Saison vor.
„Jack of Spades“ basiert auf Frances Frederica Montrésors Roman „The Alien: A Story of Middle Age“ aus dem Jahr 1901. Der Film wird als düsteres Gothic-Mysterium beschrieben, das von Intrigen und Verrat in den atmosphärischen schottischen Highlands erzählt. Die Dreharbeiten wurden Anfang dieses Jahres abgeschlossen. Netflix plant, den Film im Herbst 2027 zunächst in den Kinos zu veröffentlichen, bevor er auf der Streamingplattform erscheint. Das Unternehmen sieht in dem Projekt bereits einen potenziellen Kandidaten für die kommende Awards-Saison.
In den Hauptrollen sind die 36-jährige Olivier-Award-Gewinnerin Patsy Ferran, Golden-Globe-Gewinner Josh O’Connor, Golden-Globe-Gewinner Damian Lewis und Oscar-Nominierte Lesley Manville zu sehen.
Joel Coen schrieb das Drehbuch gemeinsam mit seinem Bruder Ethan Coen sowie Eleanor Catton und Conor McPherson. Joel und Ethan Coen gewannen mehrere Oscars für „No Country for Old Men“ aus dem Jahr 2007. Produziert wurde der Film von Joel Coen gemeinsam mit seiner Ehefrau Frances McDormand, die für die Produktion von „Nomadland“ 2020 einen Oscar gewann und außerdem als Produzentin an Coens „The Tragedy of Macbeth“ aus dem Jahr 2021 beteiligt war. Weitere Produzenten sind Steven Rales von Indian Paintbrush, Graham Broadbent und Peter Czernin von Blueprint Pictures sowie Robert Graf.
Auch hinter der Kamera setzt Coen auf mehrere langjährige Weggefährten. Dazu gehören Kameramann Bruno Delbonnel, der bereits an „Inside Llewyn Davis“, „The Tragedy of Macbeth“ und „The Ballad of Buster Scruggs“ beteiligt war, sowie Komponist Carter Burwell. Burwell arbeitete unter anderem an „Blood Simple“, „Raising Arizona“, „Miller’s Crossing“, „Barton Fink“, „Fargo“, „The Big Lebowski“, „O Brother, Where Art Thou?“, „No Country for Old Men“, „Burn After Reading“, „A Serious Man“, „True Grit“, „Hail, Caesar!“, „The Ballad of Buster Scruggs“ und „The Tragedy of Macbeth“ mit Coen zusammen.
Mit „Jack of Spades“ kommt es außerdem zu einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Netflix und Joel Coen. Zuvor arbeitete der Streamingdienst mit Coen bei „The Ballad of Buster Scruggs“ zusammen, der drei Oscar-Nominierungen erhielt, darunter für das beste adaptierte Drehbuch der Coen-Brüder.
Auch Josh O’Connor kehrt für das Projekt zu Netflix zurück. Der Schauspieler war bereits in „The Crown“ in den Jahren 2019 und 2020 sowie 2025 in „Wake Up Dead Man“ für den Streamingdienst zu sehen.
Die Coen-Brüder werden von UTA und dem Anwalt Pat Murphy vertreten. UTA war zudem an der Vermittlung des Deals beteiligt.

