Die Emmy Awards 2026 hatten alles, was einen großen Award-Abend ausmacht: Überraschungen, emotionale Momente, Hollywood-Humor – und gleich mehrere Rekorde. Taylor Swift tauchte unerwartet in einem vorproduzierten Sketch auf, Mariska Hargitay nahm Nicole Kidmans berühmten AMC-Spot aufs Korn, Jean Smart und Matthew Rhys schrieben Emmy-Geschichte und Noah Kahan sorgte während des In-Memoriam-Segments für einen der bewegendsten Momente des Abends.
Das waren einige der Szenen, über die nach der 78. Emmy-Verleihung gesprochen wurde.
Mariska Hargitay parodiert Nicole Kidmans legendären AMC-Spot
Sorry, Nicole Kidman – am Emmy-Abend gehörte die große Bühne dem Fernsehen.
Gastgeberin Mariska Hargitay eröffnete ihren Monolog mit einer Parodie auf Kidmans mittlerweile legendären Werbespot für AMC Theatres. Darin griff der Law & Order: SVU-Star die pathetische Tonalität des Originals auf und übertrug sie auf die verbindende Kraft des Fernsehens.
„Egal, wie wir schauen, und obwohl Welten zwischen uns liegen, halten wir alle noch immer ein Stück dieses gemeinsamen Lichts fest“, sagte Hargitay. Am Ende kämen wir zum Fernsehen, um Magie zu erleben, zu lachen, zu weinen und mitzufühlen – weil wir alle dieses unbeschreibliche Gefühl bräuchten.
Jean Smart schreibt mit „Hacks“ Emmy-Geschichte
Jean Smart setzte ihre außergewöhnliche Emmy-Serie fort. Für die fünfte und letzte Staffel von Hacks gewann sie erneut den Preis als beste Hauptdarstellerin einer Comedyserie – und stellte damit einen neuen Rekord auf.
Smart ist die erste Schauspielerin, die für jede einzelne Staffel einer Serie den Hauptdarstellerinnen-Emmy gewinnen konnte. Damit hat sie die Auszeichnung für alle fünf Staffeln von Hacks erhalten, das im Frühjahr zu Ende ging.
Gleichzeitig zog Smart mit Julia Louis-Dreyfus und Cloris Leachman gleich: Mit nun insgesamt acht Emmys teilen sich die drei den Rekord für die meisten Emmy-Siege einer Schauspielerin. Smart hatte zuvor zweimal für ihre Gastrolle in Frasier und einmal als Nebendarstellerin in Samantha Who? gewonnen.
Auf der Bühne sorgte sie dann für Lacher. Während die Männer ruhig stehen bleiben könnten, sollten sich die Frauen doch bitte setzen, scherzte Smart – schließlich müssten diese sich mit Shapewear, schmerzenden Schuhen und nun auch noch damit herumschlagen, für sie aufzustehen, nur weil sie alt sei.
Taylor Swift überrascht in „Law & Order: SVU“-Sketch
Persönlich erschien Taylor Swift zwar nicht zur Live-Verleihung im Peacock Theater – einen überraschenden Emmy-Auftritt gab es trotzdem.
Swift hatte einen Cameo in einem vorproduzierten Law & Order: Special Victims Unit-Sketch mit Mariska Hargitay und weiteren Darstellern der Serie.
Hargitay schlüpfte darin in ihre Rolle als Olivia Benson und musste eine besonders dringende Frage klären: Würde Taylor Swift bei den Emmys erscheinen?
„Das Büro des Bürgermeisters sitzt mir im Nacken und verlangt eine Antwort auf die große Frage: Wird Taylor Swift bei den Emmys sein?“, erklärt Benson zu Beginn des Sketches. Um einen Fall rund um Swifties zu lösen, müsse man selbst wie ein Swiftie denken – schließlich interpretierten Fans bekanntlich alles als möglichen Hinweis darauf, was Swift als Nächstes plane.
Sarah Michelle Gellar und David Boreanaz teilen gegen Hulu aus
Für Buffy the Vampire Slayer-Fans gab es eine besondere Reunion: Sarah Michelle Gellar und David Boreanaz standen gemeinsam auf der Emmy-Bühne – 30 Jahre nach dem Start der Kultserie.
Die beiden präsentierten den Preis für den besten Hauptdarsteller in einer Limited- oder Anthology-Serie beziehungsweise einem Fernsehfilm, den schließlich Matthew Rhys gewann.
Gleichzeitig nutzten Gellar und Boreanaz ihren Auftritt für einen Seitenhieb gegen Hulu und dessen Entscheidung, das geplante Buffy-Reboot nicht weiterzuverfolgen. Außerdem erinnerten sie an zwei verstorbene Stars der Serie.
„Kaum zu glauben, dass es 30 Jahre her ist, seit Buffy the Vampire Slayer Premiere hatte“, begann Boreanaz und erinnerte an die Geschichte einer Teenagerin, die vom Schicksal ausgewählt wird, gegen Vampire, Dämonen und die Mächte der Dunkelheit zu kämpfen – und sich schließlich ausgerechnet in einen Vampir mit Seele verliebt.
Marcello Hernández lädt Zendaya und Tom Holland zum Dinner ein
Marcello Hernández nutzte seinen ersten Auftritt bei den Emmys für eine ganz eigene Networking-Offensive.
Bevor der Saturday Night Live-Star den Emmy für die beste Regie einer Comedyserie präsentierte – der an Hiro Murai für Widow’s Bay ging –, erklärte Hernández, dass er die Gelegenheit nutzen wolle, einigen Stars im Saal Hallo zu sagen. Schließlich wisse er weder, zu welchen Partys er selbst eingeladen sei, noch auf welchen Veranstaltungen die anderen später auftauchen würden.
Zunächst begrüßte er Harrison Ford, woraufhin die Kamera den für Shrinking nominierten Schauspieler einfing. Hernández nutzte den Moment außerdem, um unter anderem Zendaya und Tom Holland zum Dinner bei sich zu Hause einzuladen.
Matthew Rhys schreibt gleich doppelt Geschichte
Auch Matthew Rhys erreichte an diesem Abend einen historischen Meilenstein.
Als er seinen zweiten Emmy des Abends entgegennahm – diesmal als bester Hauptdarsteller einer Comedyserie für Widow’s Bay – wurde der Waliser zum ersten Schauspieler, der einen Hauptdarsteller-Emmy in allen drei Genres gewonnen hat.
2018 hatte Rhys bereits für The Americans in der Drama-Kategorie gewonnen. Mit seinen Erfolgen 2026 komplettierte er nun das Trio. Gleichzeitig wurde er zum ersten Mann, der an einem einzigen Abend zwei Emmys in Hauptdarsteller-Kategorien gewann.
In seiner Dankesrede für Widow’s Bay schloss er sich dem zuvor ausgezeichneten Nebendarsteller Stephen Root an und würdigte Showrunnerin Katie Dippold – insbesondere deren, wie er es formulierte, „verdorbenen und verdrehten Verstand“.
Noah Kahan sorgt beim In Memoriam für einen emotionalen Moment
Einer der emotionalsten Momente des Abends gehörte Noah Kahan. Der Singer-Songwriter sang während des In-Memoriam-Segments eine Version von Simon & Garfunkels „Bridge over Troubled Water“.
Eingeleitet wurde das Segment von Macaulay Culkin, Annie Murphy und Dan Levy, die zuvor ihrer verstorbenen gemeinsamen Bildschirm-Mutter Catherine O’Hara Tribut gezollt hatten.
Für den 29-jährigen Kahan fällt der Emmy-Auftritt in ein ohnehin außergewöhnliches Jahr. Erst im vergangenen Monat erreichte er erstmals Platz eins der Billboard 200. Sein mit Spannung erwartetes Album The Great Divide erzielte bei seiner Veröffentlichung die drittgrößte Albumwoche des Jahres 2026.
Damit verbanden die Emmys ihre großen Comedy-Momente und Überraschungsauftritte am Ende auch mit einem stilleren Augenblick des Erinnerns.
Die 78. Emmy Awards, moderiert von Mariska Hargitay, wurden am Montag, dem 14. September, live aus dem Peacock Theater in Los Angeles übertragen.
Autoren Credits: BY CARLY THOMAS, MCKINLEY FRANKLIN, LEXI CARSON, NICOLE FELL, DAVID CANFIELD

