Netflix vs. Paramount: Chronologie des Mega-Deals um Warner Bros.

Der Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD) ist eines der größten Streaming‑Events des Jahres: Netflix will das Studio übernehmen, doch Paramount kontert mit einem eigenen Angebot. Wir haben die wichtigsten Ereignisse in der Chronologie zusammengestellt.

Alles Wichtige im Überblick

5. Dezember 2025 – Netflix legt Erstangebot vor

Netflix bietet 82,7 Milliarden US-Dollar (Cash + Aktien) für Warner Bros. Discovery an.
Ziel: Voller Zugriff auf HBO, HBO Max, DC Comics und die Harry-Potter-Marken.
Das Angebot gilt als solide, aber nicht vollständig konkurrenzfähig gegen einen möglichen Bieter.

8. Januar 2026 – Paramount steigt ein

Paramount Skydance erhöht das Gebot auf rund 108 Milliarden US-Dollar in bar.

  • Ziel: Netflix aus dem Deal drängen

  • Schritt: Aggressives Barangebot, unterstützt durch eine persönliche Garantie von Oracle-Gründer Larry Ellison

  • Ergebnis: Erste öffentliche Spannungen zwischen den Streaming-Riesen

Mitte Januar 2026 – Netflix bessert nach

  • Netflix plant, sein ursprüngliches Mix-Angebot (Cash + Aktien) in ein reines Barangebot umzuwandeln.

  • Grund: Das höhere Barangebot von Paramount erhöht den Druck, konkurrenzfähig zu bleiben (reuters.com).

  • Ziel: Den WBD-Aktionären maximale Sicherheit und Klarheit bieten.

12. Januar 2026 – Paramount klagt und droht mit Proxy-Fight

Paramount reicht eine Klage gegen WBD ein, um mehr Transparenz über den Netflix-Deal zu erzwingen.
Zudem will Paramount eigene Direktoren in den WBD-Vorstand entsenden, um die Aktionäre direkt zu beeinflussen.

Der Konflikt zwischen Paramount und Netflix spielt sich zunehmend öffentlich ab, mit Briefen an Aktionäre, TV-Auftritten und offenem Einsatz von Investoren wie Larry Ellison und Gerry Cardinale. Sollte Paramount seine Drohung wahrmachen, könnte ein Proxy-Kampf die Auseinandersetzung auf die nächste Eskalationsstufe heben. Ziel ist es, neue Informationen zu gewinnen, die Investoren beeinflussen oder WBD zu Verhandlungen zwingen könnten.

Einflussreiche Aktionäre wie Mario Gabelli zeigen bereits ihre Unterstützung: Rund 90 Prozent der von ihm verwalteten WBD-Aktien sollen Paramount angeboten werden, um Druck auf beide Seiten auszuüben. Proxy-Kämpfe können so Transparenz schaffen und Gegner wie Befürworter aus der Deckung locken, sind aber auch extrem teuer – 2024 kostete ein vergleichbarer Kampf Disney rund 40 Millionen US-Dollar, der Aktivist Nelson Peltz gab etwa 25 Millionen US-Dollar aus.

Januar 2026 – WBD-Vorstand empfiehlt weiterhin Netflix

Trotz des höheren Paramount-Angebots spricht sich der Vorstand von Warner Bros. Discovery weiterhin für Netflix aus.

  • Begründung: Paramounts Angebot sei riskanter und stark fremdfinanziert.

  • Netflix biete mehr Planungssicherheit, eine klarere Struktur und langfristige strategische Vorteile.

Entscheidung erwartet

  • Aktionärsabstimmung über den Deal

  • Kartell- und Aufsichtsbehörden prüfen die Transaktion

  • Branchenweit gilt der Ausgang als richtungsweisend für die Zukunft des Streaming-Markts

Was das für die Branche bedeutet

  • Streaming-Machtkonzentration: Netflix könnte mit Warner Bros. Discovery zum dominierenden globalen Player werden.

  • Mehr Content für Abonnenten: HBO-, DC- und Harry-Potter-Inhalte könnten exklusiv bei Netflix landen.

  • Preisdruck und Wettbewerb: Disney+, Amazon Prime Video und Paramount selbst müssten strategisch nachjustieren, um Marktanteile zu sichern.

Der Mega-Deal zeigt, wie aggressiv und dynamisch sich die Streamingbranche derzeit entwickelt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein – nicht nur für Netflix und Paramount, sondern für die gesamte Unterhaltungsindustrie und die Inhalte, die Zuschauer weltweit sehen werden.

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